Ich weiss, dass ich nichts weiss. Über das Warten auf irgendwas.

Geht Ihnen das auch so? Am Anfang haben wir stündlich Nachrichten geguckt, haben Fallzahlen studiert, den Verdopplungsquotienten und wie das nicht alles heisst. Wir waren kleine Virologen und wenn man – wie ich – noch etwa 10 weitere angeblich intelligente Nachrichtenblogs abonniert hatte, kam man aus dem Lesen nicht mehr raus. Würde man meine Infokurve zeichnen, sähe sie dramatisch aus: steil nach unten fallend. Ich interessiere mich inzwischen so gut wie gar nicht mehr für die Nachrichten. Auch wenn ich die ZDF Heute immer gucke, weil es einfach MEINE Sendung war (die ich einst stolz moderiert habe) kommt spätestens dann der Fremdschämeffekt , wenn der oder die Moderatoren ankündigen: „Und hier die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins Universität. Es klingt inzwischen wie: „Und hier die Lottozahlen “ oder “ und „hier jetzt noch das Wetter“. Ich will es nicht wissen.

Wissenswert wäre, wie es mit meinen faulen Kindern weitergeht, die -während ich diesen Blog schreibe- noch nicht aus den Betten zu kriegen waren. Jeden Tag legt sich ein grösseres Phlegma über uns und sie sind immer schwerer zu etwas motivieren.

Gestern war ich kurz davor meinen Lehrerjob endgültig hinzuschmeissen, weil unsere Schule an jedem irgendwie möglichen Wettbewerb teilnimmt und während andere Freundinnen von mir locker durch 2 morgendliche Schulstunden kommen, sitze ich nachmittags immer noch am Tisch, um Dateien irgendwelcher Moosversuche zu konvertieren, die dann am Montag in den nächsten Wettbewerb eingeschickt werden sollen.

Gestern war der Mathe Känguru Wettbewerb. 75 Minuten sollten die Kinder Zeit haben für 4 Seiten Knobelaufgaben und Mütter sollten selbstverständlich NICHT helfen. Ich habe mich im Vorfeld bereits gefragt, warum sie das dann unbedingt zu Hause durchziehen müssen? In der Schule klappt so etwas, aber zu Hause? Nennen sie mir ein Kind, das nicht verzweifelt seine Mutter angucken würde, wenn es vor ihm etliche unlösbare Aufgaben hat. Was mich gestern wieder einmal zu der Frage brachte, ob ich zu den moralisch verwerflichen Kategorien von Müttern gehöre. Ich arbeite NICHT 6 Stunden am Tag mit Ihnen, ich bin froh, wenn ich mal für mich Zeit habe, ich helfe bei Experimenten, damit die Sache irgendwann abgehakt werden kann und ich habe auch nichts dagegen, dass sie nachmittags am Computer spielen. Neulich erzählte mir eine befreundete Mutter, sie würde die Kinder morgens früh wecken, dann gäbe es zwei Lernslots bis 16 Uhr!!!!Mit einer längeren Mittagspause (immerhin). Danach müssten sie Sport treiben und dann gäbe es Abendessen.

So etwas deprimiert mich zutiefst. Ich weiss nicht, wer mir mehr leid tut. Die Kinder, die Mutter oder ich, die ich in solchen Momenten das Gefühl habe, das aus meinen Kinder nie etwas werden wird, weil sie von mir nur Blödsinn lernen.

Apropos Blödsinn, ich schrieb ja bereits darüber, dass mein Intellekt bedrohlich abflacht. Von Maria Theresias Biographie (nie zu Ende gelesen) zu Beginn der Pandemie, hin zu englischen Krimis und nun bin ich bei Pubertät Ratgebern (sehr erheiternd und vor allem aufbauend) und einem wunderbaren Buch über den alternden Hals von Nora Ephron. Sie war eine der einflussreichsten Frauen der amerikanischen Filmindustrie und ihr haben wir so tolle Filme wie Harry und Sally oder Schlaflos in Seattle zu verdanken. Aber zurück zum Buch. Es heisst:“ Der Hals lügt nie“ und wurde mir von einer durchaus klugen Frau empfohlen, die sagte, sie hätte lange nicht mehr so gelacht. Und Tatsache ist, es ist köstlich. Ab 43 altert unser Hals und egal, was wir mit unserem Gesicht anstellen oder welche guten Gene wir haben oder uns anoperieren, der Hals zeigt unser wahres Alter. Jeden Nachmittag liege ich nun im Garten und lache vor mich hin, wenn sie beschreibt, wie in New Yorker Lunch Restaurants beinahe alle Frauen der Gesellschaft Stehkragen, Schals oder Rollkragenpullover tragen.

Sehr zu empfehlen für alle Frauen über 43

Vielleicht sollte ich auch nochmal ein Buch schreiben, über wabblige Oberarme. Die Kinder sind der Meinung, dass man die besser auch nicht mehr zeigt. Wenn sie sehr gemein zu mir sind, kommen sie von hinten und piksen mir in die unteren Oberarme und wenn es dann wackelt, schreien sie glücklich vor lauter Ekel darüber, dass an ihrer Mutter nicht alles so fest und straff ist wie an Kylie Jenner, die sie- sehr zu meinem Unglück- toll finden.

Aber noch einmal zurück zur Überschrift: heute erreichte uns wieder einmal ein Elternbrief der Schule und ich wollte ihn schon gar nicht mehr öffnen, weil ich den Inhalt ahnte. Auch Frau Merkels Rede hat unsere Schulleitung nicht deutlich klarer werden lassen. Sie beraten jetzt, wie es weitergehen könnte, aber eigentlich wissen sie es auch nicht. Es muss hart sein in diesen Tagen eine Schule zu leiten.Irgendeiner meckert immer. Da lobe ich mir doch meine antike Einstellung zu den Dingen:

Ich weiss, dass ich nichts weiss.

Damit kommt man immer weiter. In diesem Sinne, einen schönen Tag.

Corona = Normal – und was danach?

Die 5. Woche Rückzug ist angebrochen bzw. wir befinden uns bereits mitten drin und alles hat sich eingespielt. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ich es normal finde. Zu Hause sein, lernen, kochen, schlafen, essen und wieder essen. Manchmal mache ich mir etwas Sorgen um meinen Energiepegel. Noch nie war ich so müde wie jetzt, was die Frage aufwirft, ob ich DAVOR unachtsam über meine Bedürfnisse hinweggefegt bin und jetzt spüre, wie ich mich wirklich fühle. Oder aber, das Nichtstun macht müde. Ich fürchte letzteres dürfte stimmen. Nach 4 Tagen Home-schooling-freier Zone an Ostern, wunderbaren Wetters, grösstmöglichster Harmonie zu Hause und so weiter und so fort, beschloss ich gestern, dass es Zeit für Aktivität sei. Nach unser vormittäglichen Schuleinheit musste ich mit der Grossen zum Pneumologen (ja ausgerechnet), wo sie Ihren vierteljährlichen Lungenfunktionstest machen musste. Nicht ganz unbeschwert klingelten wir an der Praxistür, ziemlich in Sorge, dass wir überall auf Corona Patienten treffen könnten und bekamen erst einmal nur eine Stimme zu hören:

„Haben sie einen Termin?“. Wir: „Ja.“ Praxis: „gut dann dürfen sie in den ersten Stock hoch, aber noch nicht eintreten, bitte erst den Zettel ausfüllen.“ Das taten wir dann auch und bekamen einen Liste von evtl. Beschwerden wie Durchfall, Halsschmerzen und Husten. Wenn man auch nur einmal „Ja“ ankreuzte, durfte man direkt wieder gehen. Bei „nein“ blieb die Option ein weiteres Mal zu klingeln. Da wir Nein angekreuzt hatten, klingelten wir also und wurden alleine in ein Wartezimmer geführt, was normalerweise so voll ist wie der Hauptbahnhof am Mittag.

2 Wartezimmer gibt es in der Praxis und genau 2 Patienten dürfen in die gesamte Praxis. Ich war beeindruckt, wie vorsichtig und effizient dort die Corona Problematik gelöst wurde.

Irgendwann hatten wir unsere Tests erfolgreich hinter uns und ich beschloss mit V. noch zum Recyclinghof zu fahren. Leider lehrt uns Corona nicht nur zu Hause zu bleiben, sondern auch Geduld zu haben, denn was machen wir Deutschen, wenn wir zu Hause bleiben? Wir misten aus. Die Schlange zum Wertstoffhof war so lang, dass selbst meine pubertierende Tochter mit mir redete – was sollten wir auch sonst tun.

Wahnsinn! Alle wollen das EINE: Ausmisten

Nächster Punkt auf meiner Liste der Dinge, mich aktiv zu halten war die Waschstrasse und auch da lag ich offensichtlich voll im Trend des deutschen Corona Bürgers. Wieder eine lange, lange Schlange und wieder reihte ich mich tapfer ein. Meine Tochter sprach inzwischen für ihre Verhältnisse schon richtig viel. Das Programm Autowaschen war nur noch Nebensache.

Um dem Ganzen noch die Krone des Alltäglichen aufzusetzen, beschloss ich zum Schluss noch den Baumarkt anzusteuern, um ein paar Balkonpflanzen einzukaufen. Und spätestens jetzt wurde mir klar, wie gewöhnlich meine Bedürfnisse wirklich waren. Auch hier warteten etwa 50 Menschen darauf sich Balkonpflanzen zu kaufen. Vielleicht gab es ein paar Ausnahmen, die noch ihr Gartenhaus streichen wollten, aber das Gros steuerte wie ich den Gartencenter an – also irgendwann dann, nachdem wir in sauber eingeteilten Reihen etwa 40 Minuten auf Einlass gewartet hatten.

Fazit des Tages: Ich bin wie alle. Das muss ich erstmal sacken lassen.

Weiteres Fazit: Das schadet nicht, denn so bin ich endlich mal wieder mit meiner leicht entfremdeten Tochter ins Gespräch gekommen. Ich habe ALLES über Computerspiele erfahren und warum es ihrer Meinung nach entscheidend ist sein gesamtes Taschengeld im Internet zu lassen. Eventuell kann ich mir die Ratgeber doch sparen, die ich bestellt habe. (wie verstehe ich mein Pubertierendes Kind?). Vielleicht besteht die Lösung darin, sich in quälend lange Schlangen zu stellen und keine Wahl zu haben auszuweichen. Ach und Zuhören scheint gut zu sein, selbst wenn Computerspiele nicht ganz meine Thematik sind.

Nach einem kleinen Schlusstop im Supermarkt riss ich mir zu Hause Maske und Handschuhe runter und sprang frisch desinfiziert gegen 18 Uhr ins Bett. Ich war völlig erschöpft. Früher hätte ich so einen Nachmittag mit links erledigt, heute muss ich mich erst einmal erholen. Für morgen ist nichts geplant ausser Schule und Klassenchat. Das werde ich hinbekommen. Und dann warten wir auf Frau Merkels Rede und darauf, ob das Leben danach wieder so wie früher weitergeht. Ich weiss wirklich nicht, ob ich das schaffen werde. Die Verlangsamung hat sich 5 Wochen lang in mir ausgebreitet, ich werde mindestens 5 Wochen brauchen um wieder in dieses rasante, alte Tempo zurückzufinden. Bleibt die Frage, ob die jetzige Ruhe nicht normaler ist, als das was davor war? Ich habe das Gefühl erstmals seit langer, langer Zeit wieder Gefühle zu haben wie in meiner Kindheit. Das ist so schön, dass ich davon süchtig werden könnte. Aber ob die Schulen und alles andere wirklich schon wieder öffnen, bleibt abzuwarten. mein Lieblingscartoon der letzten Tage hat es nett zusammengefasst:

Ohne Moos nix los…

Eigentlich ist das ja eine selten blöde Überschrift, aber das Thema Moos stürzt mich in tiefe Verzweiflung. Gerade erst habe ich den letzten Berg an schulischen Herausforderungen überstanden, da steht eine Versuchsreihe an: Flechten und Moose. Wieviel Wasser sie aufnehmen können und so weiter. Das sollte machbar sein, auch wenn es schon wieder nach etlichen Stunden Elternhilfe klingt, aber das Problem, das wir offenbar nicht einkalkuliert haben ist, dass Moos für uns Moos ist. Sprich, alles ist EINE Art und nicht drei verschiedene. Gestern bin ich mit meiner Tochter losgeradelt und wir haben gesucht: An Bäumen, unter Bäumen, am Wegesrand, im Park, am Ufer eines Flusses…Tolle Radtour, wunderschön, nur das Moos, das wir gefunden haben, sah immer gleich aus. Abends habe ich auf Moos-Webseiten recherchiert, wie denn die anderen 6000 Moose beispielsweise aussehen und wo man sie finden könnte, aber auch da wurde ich nicht viel klüger. Einige sind ausgestorben, andere wachsen im Moor (haben wir hier gerade nicht zur Hand) und dann immer wieder die Moosart, die wir hier haben, die überall wächst. Heute gehen wir nochmal in den Hamburger Hirschpark. Das Wetter ist schön und meine Tochter freut sich, ist ja auch besser als am Computer zu hängen und Versuche zu notieren, die nicht klappen können, weil es das immer gleiche Moos ist. Ich bin genervt.

das ist das Moos, ich bräuchte aber noch 2 weitere Arten
auch am Fluss gibt es kein Moos (oder wir sehen es nicht)

Die Corona Stimmung um uns herum verändert sich langsam. Nachdem sich anfangs alle zurückgezogen haben, gibt es nun vermehrt auch wieder Anrufe, Besuche am Gartenzaun und ähnliches. Radikal abgenommen hat – zumindest bei mir- der endlose Fluss von lustigen Corona Filmchen auf dem Handy. Die ersten Wochen musste ich mir zum Angucken der Filme einen eigenen Slot im Tagesablauf nehmen, so viele waren es. Jetzt haben wir offenbar alle genug gelacht, zwischendurch ist sogar hin und wieder ein Film über den Osterhasen dabei.

Mein Highlight der bisherigen Woche war der Plan mit den Kindern Sushis zu machen. Eigentlich nur ein müder Versuch sie wieder einmal vom Handy wegzulocken, aber auch eine Sparmassnahme, weil sie am liebsten täglich Sushis bestellen würden. Also habe ich den ganzen Kram im Supermarkt gekauft, den Sushi Reis eingekocht und mir – ebenso wie bei der Torte neulich- nicht viel erwartet. Überraschenderweise aber haben wir es hingekriegt ohne mit den Füssen bis zum Hals in verklebtem Sushireis zu stehen. Die ersten waren noch etwas gross, aber das Ergebnis war top. Kappa Maki und Avocado Maki. Sehr lecker.

sehen gut aus, oder?

Erkenntnis 804XY aus den Corona Zeiten: Ich traue mich Sachen, die ich vorher im abendlichen Stress nie gemacht hätte UND es klappt. Mein nächster Plan ist es mit meinem Mann Dinge auszuprobieren, die wir bislang unter „schwierig“ verbucht haben und die uns schmecken: Zabaione, Soufflee, solche Dinge.

Und um mal nicht nur über Corona und die zwischenmenschlichen Folgen zu schreiben: es ist hart zu sehen, wie die Kinder gross werden. Irgendwie scheinen mir 5 bis 6 Jahre verlorengegangen zu sein, weil alles zu schnell ging. Gestern Abend sagte die Grosse, als ich mit ihr kuscheln wollte, was denn mit mir los sei, woher dieses Bedürfnis nach dauernder (dieses Wort wurde leicht genervt, fast ironisch ausgesprochen)Nähe käme. Danach ist sie schnell abgehauen, weil sie wohl eine weitere Umarmung fürchtete.

Die Kleinere lässt mich noch kuscheln, zeigt aber kritische Tendenzen: „Mami, was ist das Dunkle an deinen Augenbrauen, schminkst du dich da etwa, also wenn ich ehrlich sein darf, das sieht nicht gut aus.“. „Mami du musst die Haare an deinen Kinn zupfen, du bist doch keine Oma.“ „Mami kannst du bitte zum Friseur gehen, deine Haare werden grau“ ..Am blödsten wurde es mir aber gestern auf unserer Fahrradtour. Während sie weit voraus fuhr, redete sie ununterbrochen mit mir und ich verstand so gut wie nichts. Nach dem dritten Mal „Wie bitte?“ meinerseits, platzte ihr der Kragen: „Weisst du Mama, das nervt so sehr , dein ewiges wie bitte, hörst du schlecht oder wirst du einfach alt?“ Das sass. Denn ich höre sehr, sehr gut und – wie ich als Tochter einer anderen leidgeplagten Mutter – weiss bedeuten diese Art Sätze nicht, das was sie sagen. Die Übersetzung lautet:

Ich werde grösser und sehe du bist doch nicht die fehlerfreie , makellose Göttin, für die ich dich 10 Jahre lang gehalten habe. Da das auch für mich traurig ist, werde ich nun doppelt verletzend.

Das muss ich nun erstmal verdauen. Also nicht, dass ich angeblich schlecht höre, sondern, dass es mit der tiefen Verehrung offenbar vorbei ist.

Woche 4 – wo geht es hin?

Es kommt mir ewig vor, dass das Leben ganz normal war. 4 Wochen plus 2 Wochen Frühlingsferien, das macht 6 Wochen Kinder minimum 12 Stunden am Tag, also ca. 300 Stunden „la totale“ wie der Franzose sagen würde.. Was hat sich geändert? Das anfängliche „Hurra, wir machen jetzt ganz besondere Sachen zusammen!!“ ist einem „Ausweichen“ gewichen. Jeder nimmt sich mehr und mehr Platz in irgendwelchen Ecken, denn so sehr wir uns alle lieben, so sehr sehe ich auch bei den Kindern das Bedürfnis nach Ruhe vor ihren Eltern. Meine Grosse verkriecht sich viel in ihrem Bett und liest, die Kleine fährt Runde um Runde Skateboard die Strasse rauf und runter. Mein Mann liebt sein Handy und ich meine Serien und meinen englischen Krimi. Man kann nicht vier Wochen lang Monopoly oder Mensch Ärger Dich nicht spielen. Erkenntnis Nummer 1.

Wir sind fauler geworden. Noch fauler. Zwischenzeitlich hatte ich mir so interessante junge Damen, wie Stephanie Giesinger (ehemaliges GNTModel) runtergeladen, um ihre brutalen Boot Camp Übungen nachzumachen und am Ende so auszusehen wie sie. Meine Lust liess allerdings schnell nach, als ich vor dem Badezimmer Spiegel rumhampelte und aussah wie eine Oma kurz vorm Kreislaufkollaps. Eine meiner Freundinnen geht täglich joggen. Jedes Mal, wenn ich das höre, wird mein Schweinehund noch grösser. Mein Mann sagte gestern, die Spanne zwischen dem wo er gerne wäre und dem was er tatsächlich TÄTE sei so riesengross, dass er am liebsten gar nichts mehr machen würde. Erkenntnis Nummer 2. Corona macht uns doch nicht zu besseren Menschen. Mehr Zeit heisst nicht immer mehr Inhalt.

Dazwischen immer wieder Hilfsschule. Und Verwahrlosung. Neulich habe ich meine Tochter dabei ertappt, dass sie mehrere Tage das gleiche Oberteil trug. Es ist schwer, das zu bemerken, weil das Gros der Oberteile schwarz ist, aber mir fiel der Geruch auf und ich fragte – noch sehr höflich- von wann das T Shirt sei. Sie sagte, sie wisse es nicht, es sei sehr gemütlich und sie schlafe auch schon seit fast einer Woche damit.

Oh. Mehr kam nicht mehr aus mir raus. Erkenntnis Nummer 3. Vorsicht mit verletzbaren Äusserungen. Wenn alle eingesperrt sind, sind Streits deutlich schwerer auszuhalten, als verschwitzte Klamotten.

Bei mir kommen mehr und mehr graue Haare zum Vorschein. Ich dusche immerhin noch regelmässig, schon weil der Heuschnupfen mich dazu zwingt. Jogginghosen sind hier stark im Kommen. Zum einen, weil mein Bauch immer dicker wird und so ein elastischer Bund sooo viele Vorteile hat und zum anderen, weil ich ja nicht rausgehe. Warum also all die Mühe, wenn man zwischen Aufstehen und Schlafengehen nur kocht und aufräumt oder Lehrerin spielt?

In Jena ist ist ab heute Maskenpflicht. Da ich davon ausgehe, dass das auf uns auch zukommt, habe ich neulich in der Einkaufsstrasse bei uns ums Eck begeistert Masken gekauft. Unser türkischer Schneider war der Erste, der so klug war auf den Zug aufzuspringen und macht seitdem tolle Masken. Es gibt sie in allen Farben, gepunktet oder mit kleinen Ankern für Kindern. Der neue Trend 2020 wird die Maske! Das ist schon mal sicher.

Hochspannend fand ich DIESE Meldung:

„Seismologen messen weltweit weniger seismisches Rauschen. Dazu gehören Vibrationen, die durch Autos, Züge und Menschen täglich erzeugt werden. Ohne sie bewegt sich die obere Erdkruste weniger. Der Seismologe Thomas Lecoq vom Royal Observatory in Belgien hat dieses Phänomen in Brüssel beobachtet. Nachdem dort Maßnahmen eingerichtet wurden, um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu verringern, hatte sich das Hintergrundrauschen um 30 bis 50 Prozent reduziert. Das entspräche dem, was normalerweise am Weihnachtstag gemessen wird. „

Erkenntnis Nummer 4: Wenn es mit uns Menschen schon nicht besser wird, der Erde tut es auf jeden Fall gut.

Am Wochenende wurde in Hamburg das Wetter deutlich besser und natürlich waren wir nicht die Einzigen, die das festgestellt haben. An der Elbe unten musste man sich durch Massen von Menschen drängen, die offenbar nichts von diesem neuartigem Virus Phänomen mitbekommen haben. Zwischendurch immer wieder beherzt Polizisten, die den Menschen höflichst versuchten zu erklären, dass das nicht geht. Wir sind schnellstens davongelaufen und am nächsten Tag spät abends wiedergekommen. Und was soll ich sagen? Ich verstehe nicht, warum ich das in 6 Jahren an der Elbe nicht schon öfters gemacht habe. Wellenrauschen, Sonnenuntergang und das Kind und ich fast ganz alleine (das andere Kind mag solche Ausflüge nicht). Wir werden das sicher wiederholen.

endlich alleine, die Elbe ab 20.30

Weil man ja abends ab und zu mal liebe Menschen treffen will, haben wir unlängst unsere Nachbarn zum Apero im Garten getroffen. Zwischen uns der Zaun (zum Glück noch nicht dicht bewachsen) und das gute Gefühl, dass wir eine wunderbare Zeit hatten, ohne jemanden zu nahe zukommen.

nur unklar zu erkennen, unsere lieben Nachbarn

Überhaupt ist bei uns inzwischen der Morgen der neue Abend. Da die Kinder mangels Auslauf abends einfach nicht müde sind und voller Enttäuschung dabei zusehen, wie ihre Eltern gähnend um 22 Uhr zusammenbrechen, haben wir jetzt den Morgen entdeckt. Kein Kind regt sich am Wochenende vor 11 Uhr. In der Zeit haben mein Mann und ich alle Themen, die uns wichtig sind besprochen, zweimal gefrühstückt, noch viel mehr Cafe getrunken und Zeitung gelesen.

Trotz aller positiven Verdrängung dessen, was gerade passiert, kommt immer mehr auch die Frage nach dem Schuljahresende der Kinder auf. Wie werden sie in diesem Jahr benotet? Was ist fair, was ist unfair? Werden sie überhaupt nochmal zur Schule gehen? Wie werden wir den Stoff aufholen? Unser Umzug nach Paris ist auch auf Eis gelegt. Wir wissen nichts und das fühlt sich komisch an. Schliesslich sind wir normalerweise durchgetaktet bis Weihnachten. Ein hartes Entzugsprogramm, aber wirkungsvoll, weil es uns entlastet und wir uns besinnen, auf das was JETZT ist.

Heute Morgen las ich, dass im New Yorker Zoo jetzt auch ein Tiger und 6 andere Artgenossen an Corona erkrankt sind. Wie ist das denn bitte passiert? Hat der kranke Pfleger versucht den Tiger zu umarmen oder ihm die Hand zu geben? Oder gar ihn zu küssen? Ich versteh das nicht, muss ich aber vielleicht auch nicht. In jedem Fall wäre es bei den Meerschweinchen ein logischeres Phänomen gewesen.

Corona Leere-Corona Druck

Es ist eine verrückte Gefühlsmischung diese Quarantäne Wochen. Confinement nennen die Franzosen es und ich finde der Ausdruck trifft es irgendwie gut: Beschränkung heisst das und beschränkt sind wir ja nun wirklich. Manchmal trifft mich diese Leere wie ein Paukenschlag. Zum Beispiel heute: eigentlich wird meine Schwiegermutter 75. Tage wie diese sind zum Feiern da, aber stattdessen haben wir vorhin Kuchen und Blumen dort vorbeigebracht, als sie nicht da war und danach per Face Time gesungen. So schön das ist, so leer ist es auch. Als ich meine Mutter vorhin anrief und fragte, wie es ihr geht, sagte sie, gut soweit, aber wenn sie einen Wunsch freihätte, dann würde sie gerne in die Stadt fahren und einen Café trinken und irgendetwas shoppen, völlig egal was.

Ich kann das nachvollziehen. Ich möchte auch etwas Leichtes tun, etwas Profanes, nichts was unser Leben ändert, das Klima oder unser Bewusstsein, sondern einfach nur was nettes Kleines, so wie Eisessen gehen mit Freundinnen und Kindern.

Drei Wochen Confinement liegen hinter uns, ein Ende ist nicht abzusehen und wir halten uns bisher brav an alle Regeln. Wir sehen niemanden, gehen mit Maske einkaufen und lernen zu viel für die Schule. Womit wir auch bei der Überschrift wären. Hier zu Hause schwanken wir zwischen leerer Müdigkeit und zu grossem Schuldruck. Wenn ich Nachmittags das überambitionierte Programm der einzelnen Lehrkräfte durch ab, steht mir nicht mehr der Sinn nach Camus oder Kafka (ich hatte mir so einiges vorgenommen). Auch die Fenster habe ich nicht geputzt, den Keller nicht entmüllt, gar nichts. Briefe habe ich noch nicht geschrieben, obwohl ich wollte, aber dann habe ich mir den Daumen ziemlich übel in der Mikrowelle verbrannt und nun arbeite ich mit links und habe schlechte Laune.

Ja, ich gebe es zu, ich bin einem Corona Tief. Den absoluten Tiefpunkt habe ich übrigens gestern erreicht, als ich nach getaner Schularbeit fast 4 Stunden in einer völlig verdreckten und verklebten Küche stand, um den Ehrgeiz meiner kleineren Tochter umzusetzen: Sie wollte für ihre Oma einen Geburtstagskuchen backen und liess sich nicht auf meine Vorschläge ein: Marmorkuchen: NEIN! Zitronenkuchen:NEIN!Sandkuchen mit Schokoüberzug: NEIN! Ihre Lieblingssendung heisst „das grosse Backen“ und da geht nichts ohne Buttercreme, Biskuitböden, Schokogrenache und mehr. Ich habe mich darauf eingelassen und nach 4 Stunden entnervt und wirklich am Ende meiner Kräfte, aufgehört. Unser Kuchen sah aus wie ein Cheeseburger in rosa und ich versuchte mich zu beruhigen, dass Oma-Liebe keine Ästhetik kennt, sondern nur den guten Willen. Das der Plan war, eine Corona-Virustorte zu backen muss ja niemand wissen.

Der Biskuitteig war noch zu bewältigen

Hier der Cheeseburger in rosa – also die Geburtstagstorte….

Der Oma haben wir es dann heute aber dennoch erklärt. Nicht, dass sie denkt, sie bekommt einen Igel, weil sie so stachelig ist oder noch blöder. weil sie in einen langen Winterschlaf gehen soll…Man merkt schon, mein Intellekt ist in üblem Zustand. Nachher trinken wir noch ein Glas Champagner auf sie, natürlich am Handy. „Houseparty“ ist die App der Corona Zeit, da können wir uns alle treffen und so tun, als ob es normal wäre und wenn das treffen vorbei ist, legen wir auf.

Unser Corona Virus…die fertige Torte (man beachte unten am Boden eine Reihe von dreckigen Handtüchern, sehr hygienisch)

Im übrigen habe ich beschlossen, ETWAS lesen ist besser als gar nichts. Da die intellektuelleren Bücher meinen leeren Geist nicht mehr erreicht haben, bin ich zu meiner guten, alten Elisabeth George zurückgekehrt. Endlich etwas, wo ich bekomme, was ich kenne. Scotland Yard, Barbara Havers (Kommissarin) und der adlige Kollege Linley und einen ungelösten Mordfall. Und dann erst der Titel: WER STRAFE VERDIENT… Ich gehe jetzt gleich nach oben und lese weiter. Ich tippe nicht auf den Pfarrer, ein Gärtner ist auch nicht dabei, dann war es vielleicht ein Student.. ?

Corona Tag wieviel?

Geht Ihnen das auch so? Am Anfang wusste man noch, wann und wie das alles angefangen hat. In unserem Fall war es sogar sehr einfach, weil Hamburg direkt nach der Rückkehr aus den Frühjahrsferien dicht gemacht hat, aber auch das liegt gefühlt Wochen zurück. Ich weiss an manchen Tagen nicht, ob es Dienstag oder Donnerstag ist. Wochenenden erkenne ich daran, dass mein Mann weniger telefonieren muss. Seit der Zeitverschiebung kann ich noch nichtmal mehr die Uhrzeit einschätzen.

Diese Woche hat meine Schwiegermutter Geburtstag und wir können nicht zu ihr. Irgendwie werden wir uns in vernünftigen Abständen vor dem Gebäude postieren müssen, damit sie uns wenigstens SEHEN kann und wir ihr ein Ständchen singen können. Gewöhnungsbedürftig, nach wie vor.

Die Tage haben eine unstrukturierte Struktur bekommen. Aufstehen (nicht zu früh), an den Schreibtisch, Hausaufgaben mit den Kindern bis Mittags. Essenspause, dann evtl nochmal Schule, je nach Stoff. Nie vergessen, dass auch Bewegung wichtig ist, also raus in den Garten oder zumindest JUST DANCE vor der WII…Nachdenken, was man abends essen könnte. Nachdenken, was man – ohne etwas zu erleben- in diesen Blog schreiben könnte. Nachdenken, wann das alles vorbei ist.

Heute müssen wir zum ersten Mal RAUS. Also RAUS, nicht im Sinne von Supermarkt oder Spazierengehen (mit Riesenabstand zu anderen) sondern RAUS OHNE Abstand. Meine kleine Tochter hat sich gestern irgendetwas verrenkt und kann vor Schmerzen gar nichts mehr machen, geschweige denn schlafen. Also gehen wir zum Osteopathen. Es fühlt sich für mich irgendwie gerade irre gefährlich an, so schnell gewöhnt man sich an die Isolation von anderen Menschen. Wir werden uns also nachher Masken umbinden, die wir glücklicherweise haben und hinausgehen.

irgendwie kriege ich keine Luft

Wer weiss, ob das nicht ohnehin der Weg ist. Seit gestern hat wieder ausgerechnet das kleine Land Österreich einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht, über den jetzt alle diskutieren. Dort muss man ab heute Mittag Masken tragen, wenn man in den Supermarkt möchte. Und wenn das der Weg ist unser Leben wieder aufzunehmen? Wenn wir alle Masken tragen würden, in der Schule, in der Arbeit, auf der Strasse? Dann könnte unser Leben vielleicht wieder losgehen und wir müssten nicht diese immer grösser werdende Angst haben, was mit unserer Wirtschaft passiert und damit mit unserem Leben.

Ich habe mir für heute vorgenommen, Briefe zu schreiben. Dinge zu tun, die man in unserem „alten“ Leben nie tat, weil es angeblich zu stressig war. Jeden Tag möchte ich mir etwas vornehmen, was diese Leere sinnvoll füllt und mir das Gefühl gibt, dass sich die Zeit ausdehnt und mehr wird. Und Nachrichten gucke ich immer weniger. Virologen auch nicht, ändert eh nichts an der Lage.

Dank Corona zeigt die Waage neue Rekorde

Heute Morgen war ein schwieriger Morgen. Nicht nur, dass die Stimmung bei uns allen im Keller war, weil man nach fast 2 Wochen Isolation so langsam einen Lagerkoller bekommt; nein es war auch dieser Moment beim Zähneputzen, als mir klarwurde wie lange ich keinen Sport mehr gemacht habe. Während ich also in langen kreisenden Bewegungen mein Zahnfleisch massierte, umkreiste ich in ebenso langsamen Bewegungen die Waage. Irgendwie war mir klar, dass das Ergebnis mich nicht begeistern würde, aber am Ende stieg ich mutig drauf und fiel fast runter.

3 Kilo mehr, ein bisschen was davon sicherlich schon in den Märzferien in Südfrankreich angefuttert, aber da diese nahtlos in die Corona Quarantäne übergegangen sind ,war da nichts mehr zu retten. So und da stehe ich nun mit diesen Virus Kilos und weiss, es wird nicht besser. Ich meine, wie machen Sie das? Meditieren Sie sich die Leere weg, lesen Sie alte Klassiker und machen brav Gymnastikübungen vorm Fernseher oder joggen Sie Treppen rauf und runter?? Seitdem mein Fitnesscenter zu hat und der Tennisplatz gesperrt ist, habe ich endlich Gründe nichts mehr zu tun.

Hübsch aufgehängt und nett anzusehen: Das nie durchgeführte Sportprogramm

In mir hat Corona das Schlechteste vom Schlechtesten hervorgebracht. Mein Schweinehund und ich leben in einer gemütlichen WG und überlegen uns alle 30 Minuten, wie man mich noch glücklicher machen könnte. Ein Pudding auf dem Sofa? Eine Schokolade, während ich mich durch den Lernstoff der Kinder quäle? Oder ein fettes Sandwich mit Ei und Schinken und Remoulade (lecker!!!). Auf sozialen Netzwerken sehe ich, wie Menschen die Ergebnisse ihrer perfekten veganen Ernährung posten und überhaupt insgesamt nur zu besseren Menschen werden während dieser Krise. Klar, jetzt wo man so viel Zeit hat, ist es doch herrlich Gemüse zu schnippeln und endlich einmal das vegetarische Kochbuch auszuprobieren. In der Theorie sehe ich das auch so – in der Praxis setze ich das bei 2 Mahlzeiten pro Woche um, den Rest der Zeit habe ich Hunger, möchte ein Loch in meinem Magen und meiner Seele stopfen gegen die schlechten Nachrichten aus Italien und Spanien, gegen das Alleinsein gegen die blöde Schularbeit. Mein natürliches Phlegma gegen das ich seit 48 Jahren mühsam ankämpfe klatscht täglich erfreut in die Hände: Endlich ruht sich Caroline aus und hetzt nicht durch die Liste ihrer hohen Ansprüche. Mein Phlegma weiss allerdings nicht, dass das nicht gesund ist, was ich mache und das mein schlechtes Gewissen täglich grösser wird.

Foodblogs sind meine neue Zeitung. Keine schlechten Nachrichten. Bunte, schöne Bilder, der Magen knurrt schon, wenn ich mir die Fotos angucke. Und ich bin ja nicht allein damit. Meine Freunde und ich haben kaum noch Gesprächsstoff. Wir erleben ja auch nichts mehr. Also sprechen wir im schlimmsten Fall über die Entwicklungen der Pandemie und im besten Fall über unsere verschiedenen Mahlzeiten. Man tauscht sich aus, beichtet sich Sünden („gestern Abend 4!Hanuta und eine Tüte Chips..Was du auch?“) und inspiriert sich dazu mehr zu essen, denn das hält ja bekanntlich Leib und Seele zusammen.

Gestern Abend war ich mit meinem Mann spazieren und versuchte vergeblich endlich mal wieder auf 10.tausend Schritte am Tag zu kommen (derzeitiger Schnitt: 200). Als wir schon auf dem Rückweg von der Elbe nach Hause waren kamen wir an unserem benachbarten Glascontainer vorbei und staunten: Offenbar waren wir mit unseren Lastern doch nicht allein: Der Container quoll über von Flaschen und um es noch deutlicher zusagen, es waren KEINE Wasser oder Limonadenflaschen. Also gibt es wohl doch nicht nur Alkoholabstinente Veganer da draussen. Ich bin beruhigt und trinke trotz weiterer Kalorien jetzt erst einmal ein Glas Wein.

Huch was haben unsere Nachbarn denn gemacht?
Hübscher Anblick

Corona, ich brauche Ferien…

Gab es diesen Moment wirklich einmal, als die Kinder und ich aufschrien: „Schulfrei, juchhuuuuu!!!“? Heute würde keiner von uns mehr jubeln, wir haben das „Homeschooling“ so satt. Normalerweise blühen ja im Internet schnell irgendwelche Verschwörungstheorien auf. Rund um den Corona Virus gibt es einige. Aber ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, dass es eine Verschwörung der Lehrerschaft sein könnte, die uns maximal ehrgeizige Elterngeneration auf den Pott setzen will, um zu sagen: SO IST DAS MIT DEM UNTERRICHTEN. BEVOR IHR UNS NOCH EINMAL KRITISIERT, MACHT ES SELBER. IHR SEID DRAN, IHR BLÖDEN HELIKOPTERMENSCHEN .. Ich muss mich mal herumfragend, was meine Freundinnen von dieser Theorie halten, aber leider ist niemand erreichbar. Alle meine Freundinnen arbeiten jetzt als Aushilfslehrerinnen fulltime. Unsere Pläne, die Fenster zu putzen, Ablage zu machen oder endlich mal den Zaun zu kärchern sind unter einem Berg von Lernmaterialien begraben worden. Morgens werde ich schon wach und denke, nein ich will heute kein Mathe machen und nein ich möchte auch nicht 18 Seiten im Deutsch Arbeitsheft mit meiner Tochter durcharbeiten. Noch weniger möchte ich landwirtschaftliche Nutzflächen vergleichen. (Zitat ich an Tochter: “ also äh da rund um Düsseldorf scheint es viele Kühe zu geben und in Schleswig Holstein auch ..“) Jeden Morgen, wenn wir eine Sache abgearbeitet haben, warten im Schulserver mindestens 3 neue Arbeitsaufträge, jeder davon lang und unerschöpflich. Kann denn jetzt mal einer STOP rufen? Gibt es da draussen wirklich so viele Kinder, die das ohne Meckern und Probleme machen? Heute ging per Whats app ein angebliches Schreiben der französischen Kulturbehörde herum: Sehr wahrscheinlich hat es eine verzweifelte Mutter geschrieben, die sich anders nicht traut zu sagen, dass es reicht, aber für alle, die den Text noch nicht kennen kommt er hier:

Schreiben des französischen Bildungsministeriums an alle Eltern :

Liebe Eltern mit schulpflichtigen Kindern

Möglicherweise neigen Sie dazu, einen minutengenauen Zeitplan für Ihre Kinder zu erstellen. Sie haben große Hoffnungen auf stundenlanges Lernen, einschließlich Online-Aktivitäten, wissenschaftlichen Experimenten und Buchberichten. Sie beschränken die Technologie, bis alles erledigt ist! Aber hier ist die Sache …

Unsere Kinder haben genauso viel Angst wie wir jetzt. Unsere Kinder können nicht nur alles hören, was um sie herum vor sich geht, sondern sie spüren auch unsere ständige Spannung und Angst. Sie haben so etwas noch nie erlebt. Obwohl die Idee, 4 Wochen lang nicht zur Schule zu gehen, großartig klingt, stellen sie sich wahrscheinlich eine lustige Zeit wie Sommerferien vor, nicht die Realität, zu Hause gefangen zu sein und ihre Freunde nicht zu sehen.

In den nächsten Wochen werden die Verhaltensprobleme Ihrer Kinder zunehmen. Ob es Angst, Wut oder Protest ist, dass sie die Dinge nicht normal machen können – es wird passieren. Sie werden in den kommenden Wochen weitere Anfälle, Wutanfälle und oppositionelle Verhaltensweisen sehen. Dies ist normal und wird unter diesen Umständen erwartet.

Was Kinder jetzt brauchen, ist sich wohl und geliebt zu fühlen. Fühlen, dass alles gut wird. Und das könnte bedeuten, dass Sie Ihren Zeitplan auseinander reißen und Ihre Kinder ein bisschen mehr lieben müssen. Kekse backen und Bilder malen. Spielen Sie Brettspiele und schauen Sie sich Filme an. Machen Sie gemeinsam ein wissenschaftliches Experiment oder finden Sie virtuelle Ausflüge in den Zoo. Starten Sie ein Buch und lesen Sie gemeinsam als Familie. Kuscheln Sie sich unter warme Decken und tun Sie nichts.

Machen Sie sich keine Sorgen, dass sie in der Schule rückwärts gehen. Jedes Kind ist in diesem Boot und alles wird gut. Wenn wir wieder im Unterricht sind, werden wir alle den Kurs korrigieren und sie dort treffen, wo sie sind. Lehrer sind Fachexperten! Wähle keine Kämpfe mit deinen Kindern, weil sie nicht rechnen wollen. Schreien Sie Ihre Kinder nicht an, dem Programm nicht zu folgen. Setzen Sie keine 2 Stunden Lernzeit ein, wenn sie sich dagegen wehren.

Wenn ich Ihnen eines überlassen kann, dann ist es das Folgende: Am Ende wird die psychische Gesundheit unserer Kinder wichtiger sein als ihre akademischen Fähigkeiten. Und was sie in dieser Zeit fühlten, wird ihnen noch lange erhalten bleiben, nachdem die Erinnerung an das, was sie in diesen vier Wochen getan haben, längst verschwunden ist. Denken Sie jeden Tag daran.

Bleibt sicher.

………….

Nach dieser Email musste ich erst einmal eine grosse Tasse Tee trinken und schlucken. Entweder ist die Verfasserin Psychologin und auf verzweifelte deutsche Mütter spezialisiert oder die Franzosen sind uns in allem weit vorraus. Dagegen spricht, dass das französische Schulsystem immer noch auf soldatisches Auswendiglernen setzt, wir werden es also nicht herausfinden.

Auf jeden Fall ist das Thema Druck wieder da. Wir wollten ja diese Corona Krise, wie wir sie nennen, als Chance sehen: Mal den Druck rausnehmen, an die denken, denen es schlechter geht. Sich bei denen melden, die einsam sind. In der Theorie ist das schön, in der Praxis schrieb gestern die Hamburger Oma im Whats app Chat, was denn ihre Enkelkinder so machen (Übersetzt heisst das: warum meldet sich nie einer..?) und während drei gar nicht zurückschrieben und in einem Fall nur die Schwiegertochter (ich), schrieb zumindest eine Enkeltochter, wie sehr sie unter Wasser sei mit der Schule. In Hamburg scheint seit Ausbruch von Corona die Sonne. Nicht EIN wolkenverhangener Tag und wir sitzen drinnen und arbeiten- stundenlang. Verrückt. Wahrscheinlich erkennen wir das Ende der Pandemie daran, dass der Regen wieder einsetzt.

Unsere Babysitterin, meine Mutter, meine Schwester, alles Menschen, die momentan allein oder fast alleine in ihren Wohnungen sitzen und denen die Tage endlos einsam erscheinen müssen. Und gleichzeitig tobt in Kinderhaushalten der Lernstress. Irgendwas läuft schief.

Schön war diese Woche die überwältigende Resonanz zu meiner Sehnsucht nach Blumen. Montag unterstützte ich meinen örtlichen Blumenhändler und bestellte mir einen Osterstrauss, weil ich ohne Blumen nicht in Quarantäne leben wollte. Dienstag stand Blume 2000 vor der Tür, weil meine geliebte Mutter den Ruf gehört hatte und mir wunderbare Tulpen aus München (also nicht die Tulpen aus München, sonder sie in München) schickte. Heute stand wieder eine ziemlich verschreckte Blumenkurierin vor meiner Tür, die sehr viel Sicherheitsabstand hielt und mir die Blumen beinahe hinwarf. Ich war mir sicher, dass es sich um eine Verwechslung handeln musste, aber nein sie waren auch für mich. Eine meiner ältesten Freundinnen bedankte sich auf dem Weg für die von mir gelieferte heissbegehrte Masken, die sie so dringend braucht, wenn sie zu einer Krankheitstherapie muss. Nun habe ich – glaube ich genug Blumen.

Einer von dreien…
Nummer 2

Nicht alles ist schlecht, also ausser dem Thema Schule, sonst schlagen wir uns ganz gut. Die Kinder haben sich im Garten einen Hindernis Parcours aufgebaut, mit dem sie ihr „Cardio“ Programm bewältigen.

Ab und zu spielt jemand mit mir Tischtennis und gestern Abend haben wir sogar mit einem Freund im Garten ein Bier getrunken. Er an der einen Seite der Tischtennisplatte und wir an der anderen. Toll war das, richtig gut.

Wie darf man sich das vorstellen, ein Star unter Quarantäne??

..Diese Frage, die ich mit Absicht für meine Überschrift gewählt habe, hat mich jüngst einfach umgehauen. Bei all den Problemen, die die Welt derzeit zu bewältigen hat, fragt eine junge Online Reporterin, der ich ihre Intelligenz gar nicht absprechen will einen anderen Reporter DAS. Es ging um den ewigen Oliver Pocher, von dem man immer schon genug hat bevor er redet, weil es im Prinzip KEIN Thema gibt, was er nicht bedient. Selbst wenn seine Frau kein Corona bekommen hätte, bin ich sicher, dass er sich in Quarantäne begeben hätte, um daraus ein neues Format zu entwickeln. Und es dauerte keine 4 Tage da sah ich ihn schon zusammen mit Gottschalk und Jauch auf RTL in der Quarantäne WG. Wer guckt sich so etwas bitte an? Sind das die, die die Frage der Reporterin gerne beantwortet hätten? Ein Star unter Quarantäne, das ist selbstverständlich ganz anders als bei uns. Er wacht anders auf, hustet anders und selbst sein Fieber scheint irgendwie schillernder zu sein. Gut, dass wir darüber informiert werden, wie man sich das vorzustellen hat. Was lobe ich da meinen fast täglichen kanadischen Premier, Trudeau der vor seinem verschneiten Haus (in dem seine Frau krank ist) seine Reden an die Nation hält, in einer Ruhe und Freundlichkeit und vor allem Gelassenheit, dass man diese Videos vielleicht mal der jungen Reporterin vorspielen sollte.

Egal, was immer die Stars auch machen, unser Leben ist aus den Fugen. Gerade eben meldet einer dieser vielen vielen Eildienste, dass Japan die Olympischen Spiele verschiebt. Ich spüre so etwas wie einen historischen Moment. Die EM war schon hart, aber Olympische Spiele verschieben? Das hat es glaube ich noch nie gegeben. Corona schafft es alles zu verändern.

Jeden Tag gibt irgendein Virologe, Psychologe, Wirtschaftsweiser oder sonstiger neue Prognosen heraus und je nach Stimmungslage sind sie alarmierend oder beruhigend. Gestern habe ich eine Weile über der Perspektive gebrütet, dass in Zukunft häusliche Gewalt zunehmen soll. Der Mensch ist nicht gemacht für zu viel Zeit in den vier Wänden und meine Familie und ich können uns glücklich schätzen, dass wir Platz in Haus UND Garten haben. Selbst wenn wir uns mal auf die Nerven gehen, ist genug Platz da, um sich auszuweichen. Über dieses Thema häusliche Gewalt werden wir – je länger die Quarantäne noch dauert- noch viel hören, fürchte ich. Leider. Ebenso wahrscheinlich wie über Menschen, die im Supermarkt aggressiv werden.

Eine Freundin war neulich einkaufen und sagte mir, sie hätte ein Problem damit Toilettenpapier zu kaufen. Zu viele Witze wurden bereits darüber gemacht, zu viel darüber geredet wie viel einem davon zusteht. Als sie vor dem Regal stand schämte sie sich fast, eine Rolle mit den üblichen 8 Stück zu nehmen. Neben ihr packte ein Mann und sein Sohn – fast schon schamlos – 2 Rollen ein und wurde erwischt. Der Supermarktleiter wies beide scharf darauf hin, dass dies nicht erlaubt sei. Als meine Freundin wenig später zur Kasse ging sah sie, dass sich Vater und Sohn von da an aufgeteilt hatten. Jeder hatte nun jeweils einen Einkaufswagen mit einer Rolle Toilettenpapier darin. Für die einen gelten Regeln und für die anderen nicht.

Zwei Tipps möchte ich noch gerne weitergeben: Erstens sendet der NDR seit Montag immer um 16 Uhr Nachmittags live aus den Wohnzimmern bekannter Kinderbuchautoren Lesungen. Das ist wirklich eine schöne Idee für Kinder, die nicht immer oder zu oft am Handy sein sollten.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/sendungen/mikado/Live-Stream-Autoren-lesen-fuer-Kinder,livegelesen100.html

Und zweitens sah ich heute im Hamburger Abendblatt folgenden Hinweis, den ich auch mehr als wichtig finde. Die Stiftung Kinderjahre hat in Zusammenarbeit mit dem Diplom Psychologen Michael Thiel einen Podcast zur Coronakrise aufgelegt. Er befasst sich auf „liebevoll und dennoch witzige Weise damit, wie Kinder mit dem Thema klarkommen können, „sagte Hannelore Ly, die Vorsitzende des Vorstands.

https://manfred.podigee.io/1-folge-1-corona

Es gibt jeden Tag so viele tolle, neue Ideen. Es ist fast so als ob die Krise die Menschen zu mehr Kreativität anfeuern würde. In unserer Strasse wird gesungen und musiziert, junge Menschen helfen älteren Leuten. Geschäfte, die schliessen mussten, bieten nun Lieferungen an, Konzerte werden online übertragen und überall herrscht das Prinzip, wenn nicht so dann vielleicht anders. Das Leben hat sich zwar verengt, aber auf eine Weise vergrössert es sich auch gerade. Das ist beeindruckend.

Zum Schluss noch dieses Zitat, das ich heute gefunden habe – und wie ich finde – gut in unsere Zeit passt:

„Tout le malheur des hommes vient d’une seule chose, qui est de ne savoir pas demeurer en repos, dans une chambre.!

“ Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“

Blaise Pascal ( 1623-1662), französischer Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph.

In diesem Sinne, noch einen schönen Tag und bleibt gesund.

Corona Woche 2 (zumindest aus schulischer Sicht)

Irgendwie gewöhnt man sich allmählich an so eine Art Corona Routine. Wir stehen etwas zu spät auf, sind weniger gestresst als sonst, aber deutlich weniger diszipliniert. Ich esse zu viel, weil mir das am meisten Freude macht und lese mehr als sonst, was mich ebenso glücklich macht.

Der Sonntag verlief ruhig bei uns, ich startete den Tag mit frischen Waffeln, etwas, was ich noch nie gemacht habe und setzte mich danach hochzufrieden über den gemütlichen Geruch im Haus in die Sonne, um zu lesen.

Manchmal ertappe ich mich dabei, wie sehr ich diese erzwungene Isolation geniesse. Wir haben lange, ruhige Tage, so wie ich das aus meiner Kindheit kannte und seitdem so oft vermisst habe. Wir müssen nicht hierhin und nicht dorthin und müssen eigentlich gar nichts ausser wir tun es. Gestern schrieb eine Klassenlehrerinnen der Kinder eine wunderbare Email, in der sie daran erinnerte, wie schwierig diese ganze Situation auch für unsere Kinder ist. Ich fand es schön, dass mal jemand keinen Druck machte, sondern im Gegenteil das in etwa so formulierte: Die Verunsicherung sei gross und weder die Kinder noch wir könnten jetzt zusätzlichen Druck von Seiten der Schule gebrauchen. Insofern sei es vollkommen in Ordnung , wenn nur das erledigt würde, was möglich sei. Und sie schloss damit zusagen, dass das Wichtigste sei, dass alle gesund blieben und zu Hause eine gute Stimmung herrsche…

Geht das nur mir so oder freut uns das nicht alle, dass es einmal nicht nur um Ergebnisse, sondern um Menschlichkeit und Verständnis füreinander geht? Ich bin sehr glücklich über diese Mail und habe mich heute bei der anstrengenden Bearbeitung landwirtschaftlicher Nutzflächen in Deutschland (GEO 5.Klasse) deutlich mit meinem Ehrgeiz zurückgenommen. Und siehe da, dem Kind hat mein Unterricht mehr Spass gemacht als sonst.

Wir haben unseren Keller derzeit als Fitnesszone umfunktioniert. Jeder darf mal aufs TrimmdichRad und unsere alte Rudermaschine, die bislang als Garderobenhalter für meine Flohmarkt Klamotten gedient hat. Die Kinder gehen lieber in den Keller als nach draussen, was ich bedenklich finde, aber auch verständlich. Sie sehen sich danach mit ANDEREN zu spielen, wenn das nicht geht, bleiben sie lieber gleich drinnen.

Gestern Vormittag standen auf einmal meine Schwiegereltern vor der Tür. Oder sollte man besser sagen am Zaun? Es war das erste Mal seit Ausbruch der Pandemie, dass wir uns SAHEN, denn mehr war es auch nicht. Sie standen 5 Meter von uns entfernt und wir alle freuten uns darüber einander zu sehen. Das Leben wird immer seltsamer.

Dennoch haben wir uns von beiden etwas abgeguckt und besuchten am Nachmittag Freunde, denen wir auf Entfernung zuwinken wollten, weil sie uns fehlten. Das Wetter war ein Traum und so beschlossen wir im Wald spazierenzugehen. Immer wenn einer dem anderen zu nahe kam, rief ein anderer: Halt! zu nahe! Das war schon wieder Komik pur. Aber was soll man machen, wenn man doch das Bedürfnis hat sich auszutauschen. Ab heute dürfen wir ja nur noch zu zweit raus. Wir haben uns schon gefragt, wie das wohl wird, wenn wir im Wald durch Zufall Freunde treffen und zu viert sind. Würde eine Polizei-kontrolle uns dann eine Strafe aufbrummen oder müssten wir uns nur schnell wieder in 2 er Gruppen zerteilen. Rechengesetze in Corona Zeiten.

fast 2 Meter Abstand, wir haben gut aufgepasst

Ein paar schöne Clips habe ich heute noch in den Zeitungen gefunden: Extrem gut laufen im Gegensatz zu fast allen anderen Wirtschaftszweigen jetzt die Autokinos. Gibt es leider fast nur noch in Amerika, aber vielleicht sollten wir das wieder ausbauen. Überhaupt bietet so ein Auto ja in höchstem Masse Virenschutz. Man könnte Drive Inns ausbauen für Supermärkte, Modeläden und vieles mehr. Vorher online kaufen und alles abholen, dann würden evtl. nicht so viele Läden schliessen müssen.

Ebenso Drive in und natürlich auch in Amerika kann man jetzt draussen beichten gehen. Der Priester (so gesehen gestern in der Bild am Sonntag) sitzt an einer Raststätte draussen, das Áuto fährt heran und um die Anonymität zu wahren, trägt der Priester eine Schlafmaske. Skurril.

So, Montag Morgen bedeutet auch weitermachen: Einkaufen gehen, was heute wahrscheinlich keine gute Idee ist, weil alle das tun und die Schlangen VOR dem Supermarkt wahrscheinlich schlimm werden. Unseren Zaun will ich kärchern, so etwas bietet Entspannung pur, wenn der Dreck langsam abblättert. Und ein paar Menschen anrufen, die einsam sind. Das ist eigentlich das Wichtigste für heute. In diesem Sinne einen guten Start in die Woche!