Ein Hase auf dem Sprung und neue Herausforderungen

Kennen Sie das, wenn man mitten in der Nacht aus den tiefsten und schönsten Träumen gerissen wird und nicht weiss, wo oben und unten ist, während jemand schon mit einem redet (aus dessen Mund übrigens genauso gut bunte Luftblasen kommen könnten, da man eh nichts versteht)?

So ging es mir heute Morgen. Gut, ich muss zur Ehrenrettung meiner Tochter einiges richtig stellen: erstens war es nicht Nacht, sondern 7 Uhr morgens. Zweitens suchte sie ihr Schul iPad, was ich Abend für Abend verstecke, da ich Angst habe, dass die Kinder es in dieser leicht verlotterten Corona Homeschooling Zeit sonst sicherlich auch nochmal nachts herausholen würden, um mit ihren anderen, nicht schlafenden Freunden Kontakt aufzunehmen.

Also kurz und gut, es war 7 Uhr und eine normale Mutter hätte längst fröhlich pfeifend, adrett angezogen am Herd stehen müssen, um wahlweise gesundes Müsli oder Obstsalat zu servieren, doch leider leide ich von Sonntag auf Montag immer an Wochenendjetlag und schlafe einfach nicht ein und so fühlt sich Montag Morgen 7 Uhr an, wie Sonntag Nacht 4 Uhr.

Hinzu kam, dass ich in einem wunderschönen Traum gefangen war, aus dem ich unter keinen Umständen heraus wollte. Ich sass mit mehreren Menschen auf einer wunderschönen Party, alle ohne Masken, alle komplett unbedarft und in unserer Mitte sass ein grosser Hase im Smoking, der unwahrscheinlich unterhaltsam war. Erstaunlicherweise hatte er von jetzt auf dann Skier an den Pfoten und setzte gerade zu einem beeindruckenden Weitsprung an, …..

als die nächste Corona Woche begann.

also meiner im Traum war dicker, pelziger und hatte einen anständigen Smoking an..

Gott war das traurig. Lange her, dass ich so viel Spass auf einer Party hatte und dann auch noch ein skispringender Hase. Ich muss unbedingt meine Freundin C. fragen, ob sie da eine Art Traumdeutung vornehmen kann. Meistens steht es ja leider nicht für das Naheliegendste: also nach dem Motto, du würdest dich gerne mal wieder schick machen und schminken und ausgehen, auch wenn dir kein Kleid mehr passt, weil du zu viel gegessen hast in den letzten 11 Monaten, aber der Hase ist sorglos und sagt dir: Geh Skifahren, da verbrennt man Pfunde und hat Spass!

Nein das wird es wohl nicht sein..Im Internet steht der Hase für Glück und eine positive Zukunft. Und er symbolisiert eine grosse Kraft, die aus dem Mond und den Sternen genährt werden.

Na bitte, das passt doch zu meinem Montag. Heute nämlich startet meine dreijährige Ausbildung der psychologischen Astrologie und ich habe eigentlich keinerlei Zeit mich mit skispringenden Hasen zu beschäftigen, aber er geht und geht mir nicht aus dem Sinn. Wir zwei waren uns heute Morgen im Traum sehr einig. Nur in was?

Astrologie ist – wie ich finde- ein wunderbares Feld, über das ich hier sicherlich noch viel schreiben werde. Ich interessiere mich schon seit frühester Kindheit dafür und je mehr wir Menschen uns verändert haben in den letzten Jahren und offener für vieles geworden sind, desto mehr kommt auch die Astrologie ins Spiel: nicht die der Könige vor hunderten von Jahren, die wissen wollten ob dieser oder jener Feldzug sich lohnt und gewonnen wird, sondern vielmehr der psychologische Ansatz: Als Instrument der Selbsterkenntnis. Als Anregung, wie man seine Potenziale voll entfalten kann. In diesem Sinne ist auch niemand „Opfer einer kosmischen Konstellation“, sondern jeder hat die Möglichkeit, das Beste aus seinem Leben zu machen.

bis ich das deuten kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen

Da ich das generell für ein gutes Lebensmotto halte, habe ich mich in den vergangenen Wochen daran gemacht meinen Körper und meinen Geist aus der Corona Schieflage wieder in eine Gerade zu bekommen. Ich meditiere so regelmässig ich kann, versuche die Dinge, die ich tue mit Genuss zu tun, selbst das Putzen und habe angefangen Online Sportarten auszuprobieren, um mich fit zu kriegen.

Eine Freundin empfahl mir die APP Eversports. Dort kannst du diverse Sportkurse buchen, wo du willst (Paris Zürich, München) und wann du willst. Alles – dank Corona – zu Hause, was ja auch durchaus Vorteile haben kann.

Mein erstes Versuchsfeld war Yoga. Yin Yoga. Das war schön, ich nahm es mir vor nun regelmässig zu machen, es blieb bei einem Mal.

Als nächstes empfahl mir jemand die Yoga Easy Seite, nach dem Motto, da ist für jeden was dabei, auch mal nur 11 Minuten, die bringst du überall unter….Das ist wahr. Brachte ich auch, allerdings nur 2 Mal, dann hatte ich Nackenprobleme, weil ich dauernd so schief zum Computer gucken musste, um die Yoga Übungen zu verstehen. Das Yoga Thema habe ich mangels bezahlbarer Osteopathen, die mich danach wieder einrenken, erstmal abgehakt.

Da ich viele Jahre getanzt habe, beschloss ich: DAS ist es, das MUSS es sein, denn mit Musik geht alles besser und dabei schlage ich quasi gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, denn Ballettübungen sind herrlich meditativ und das tut mir gut. Ich suchte mir also einen freien Platz im Dach, klappte den Laptop auf einer Nackenbegünstigten Zone auf, stellte mir einen alten Katzenkratzbaum als Stange auf und legte los.

Und das war richtig schön. Ich war wieder die alte Caroline, die sich einfach nur der Musik hingibt und den immer gleichen, wunderbaren Übungen und obwohl ich viel vergessen hatte, war es doch machbar. Sehr zu gute kam mir sicherlich keinen Spiegel zu haben, wie er sonst im Ballettsaal steht. Mein Inneres signalisierte mir, du bist schön, leicht, elegant und unfassbar graziös. Mein Äusseres, also die fast 50 jährige im Jogginganzug an der Katzentonne war unsichtbar und wurde verdrängt.Ballett bleibt also erstmal mein Favorit. Sollte ich sehr mutig werde, versuche ich es noch mit Modern Dance. Habe ich auch jahrelang gemacht, aber mit ca. 25 aufgehört. Ist ja schon ein bisschen her.

Zum Schluss noch ein Tip für die, die bereit sind sich auch einmal auf etwas Besonderes einzulassen. Über meine liebe Freundin B. die übrigens mehr als 20 Jahre älter ist als ich (aber geistig gewandter und positiver als ich es jemals war) landete ich bei der einzigartigen Alexandra Strueven. Sie hat online etwas ins Leben gerufen, was schwer zu erklären ist, aber grossartig für uns alle. Ob jung, ob alt, ob sportlich oder nicht. Ihre Online Stunde (75 Minuten) heisst Freudenfeuer und ist so etwas wie getanzte Lebensfreude, an der es ja vielen von uns derzeit etwas mangelt.

https://www.alexandraverena.com/was-ist

da sich der Link von Alexandras Seite nicht richtig einbetten liess, nun zumindest ein Foto

Zitat Alexandra:

„FREUDENFEUER ist eine Kombination aus Meditation, geführtem und freiem Tanz – verbunden mit einer herzöffnenden spirituellen Ausrichtung. …. Heute ist Tanzen für mich nicht nur eine tiefe Möglichkeit der Heilung, sondern auch der direkteste Weg zu unserer Intuition, die heilige Verbindung zu unserer innewohnenden Weisheit und Lebensfreude.“

Jeden Dienstag und Donnerstag Abend kann man ab 19 Uhr mitmachen und die Erfahrung lohnt sich. Da ich mich eher schäme vor wildfremden Menschen zu tanzen, steht der Computer so, dass man mich nicht sieht. Ich geniesse das meditative und vor allem geniesse ich die fliessende Abfolge der ganzen Stunde. Es wirklich für jeden etwas, Alexandras Mutter, die sicherlich schon etwas älter ist, war beim letzten Mal genauso dabei, wie sehr viel jüngere Teilnehmer. Und jeder nimmt sich von so einer Stunde, was er braucht. Für mich ist es auf jeden Fall, mich aus dem durchstrukturierten Hier und Jetzt einmal herauszuholen und woanders zu sein, aber dennoch ganz bei mir. Freudenfeuer wird also auch in meinem Kalender ein fester Termin.

Zum Schluss noch eine kleine, feine Anekdote am Rande. Für all die Jugendlichen, die gerade Angst haben, wie unbedeutend so ein 18 jähriger Geburtstag in diesen Zeiten ausfallen kann. Ein nicht näher genannter Jugendlicher feierte neulich Nacht in seine besagte Volljährigkeit hinein. In Hamburg bieten sich dafür derzeit aufgrund von Pandemie Richtlinien ja leider nur die Parks an (was man ekligerweise leider auch tagsüber erkennen kann, als räumt euren Dreck doch nach dem Feiern gerne wieder weg!!!). Also dieser Jugendliche hatte eine Reihe von Freunden in den nächtlichen Park gebeten, zum Anstossen, gemeinsamen Frieren und wenigstens etwas das Gefühl von Party zu haben. Doch kaum hatten sie die erste Flasche Sekt geleert, starrten sie in die blitzgrellen Lichter der herannahenden Polizei, einige schafften es noch wegzurennen, der neue Volljährige dagegen dufte direkt sein erstes Gespräch als Erwachsener mit der Hamburger Polizei führen.. Laut M. wird er diesen 18. nun auf keinen Fall mehr vergessen. Und zur Ehrenrettung der Polizei muss man sagen, sie haben ihm nicht gleich eine Anzeige an die leere Flasche hängt, sondern mit Ermahnungen ziehen lassen.

Ich bin neugierig was die nächsten Tage so bringen an grossen und kleinen Katastrophen. Ich werde weiter berichten, gerade fängt es wieder an zu schneien. Das erfreut das Herz fast aller Hamburger. Nach jahrelangem Regen im Winter ist es endlich weiss. So schön!!!!

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