Was soll der ganze Müll? 50 Dinge, die du tun kannst, um die Welt zu retten..

„Was soll der ganze Müll“ ist so ziemlich die beste Überschrift, die ich dieser Tage finden konnte. Eigentlich habe ich sie geklaut von einem Buch, auf das ich gleich zurückkomme, aber dieser Ausruf passt auch ganz gut zu unserer Situation hier. Manchmal denke ich, hättest du deinen Blog doch bloss nicht in „Daily Desaster“ umbenannt, das schreit ja geradezu nach Katastrophen, aber wer denkt in so einem Moment an so etwas? Niemand, genau!

In der Reihe der Katastrophen haben wir momentan einen multiresistenten Keim anzubieten, der bei meiner kleinen Tochter einfach nicht weggehen will und der neben Schmerzen und Ärger, vor allem auch mich auf Trab hält, da ich im Grunde fast alles, was sie anhat oder touchiert sofort waschen muss und das jetzt schon zum dritten Mal in Folge (losgegangen ist das Ganze im Juni). Handtücher, jeden Abend nach Desinfektionsdusche, Nachthemden, Bettwäsche und vieles vieles mehr, dazu Cremen, Abstriche beim Hautarzt und und und. Meine Mutter, die nach einer Woche Besuch wieder abgefahren ist, war sehr sehr vorsichtig mit Corona (und macht jetzt nach Rückkehr von uns sofort einen Test) aber was den MRSA Keim betrifft hat sein sich wenig Sorgen gemacht. Ich bete zu Gott, dass wir das mit ihr nicht zu locker genommen haben.

Neben all den Sorgen um Gesundheit, mache ich mir inzwischen auch Sorgen, wie unsere Familie weiter zusammenkommen soll. Völlig unvermittelt hat die Bundesregierung Paris und die Ile de France zum Risikogebiet erklärt. Mein Mann pendelt zwischen beiden Städten und weiss nicht, wie wir das jetzt machen sollen. Ankunft Donnerstag Abend, 5 Tage Quarantäne …dann Test, damit wären wir wieder bei Donnerstag, lohnt also nicht für einen Tag nach Paris zu fliegen, dann wieder Montag dorthin und dann wieder zehn Tage zu Hause? Wie soll das gehen? Hilfe, was machen andere Pendler in dieser Situation, wir brauchen Ratschläge, bislang stehen wir ideenlos vor dieser neuen, für uns ziemlich schwierigen Situation.

Apropos schwierig, eigentlich wollte ich ja über ein Buch schreiben, was mir neulich in meiner #Carlsen Blogger Kiste in die Hände gekommen ist. Wieder einmal lese ich ein Kinder bzw. Jugendbuch und muss feststellen, dass es Erwachsenen nicht schaden kann in die Kinderabteilung zu gehen. Bevor man seitenweise kluge Hinweise im Spiegel oder der FAZ zur Klimarettung liest, ist es manchmal eingängiger ein paar einfache Vergleiche zu verstehen. Zum Beispiel zum Thema Konsum (mir durchaus nicht fremd).

  • In Deutschland werden jedes Jahr etwa eine Million Tonnen Kleidung gekauft. 62-tausend Lastwagen voll Baumwolle,Nylon und Pailetten. Würde man sie anneinanderreihen ergäbe das eine LKW Schlange von Flensburg bis Innsbruck.
  • Allein die Produktion dieser Klamotten und dann diese zu waschen, gibt so viel CO2 an die Atmosphäre ab, wie Afghanistan und Simbabwe zusammen. UND: verbraucht genug Wasser, um alle Badewannen Grossbritanniens ZEHN Jahre lang jeden Tag zu füllen.

WAHNSINN. Und das war nur ein Punkt des Buches. Natürlich bieten sie Ideen an, wie wir es besser machen können, Klamotten tauschen zum Beispiel ist ein Trend, der immer mehr um sich greift, jetzt erst kapiere ich wie wichtig das ist. Ach und nicht jedes Mal die Toilette runterspülen, verbraucht viel zu viel Wasser…(und wenn kein Besuch kommt, geht das doch schon mal)

Benutze keine Plastiktüten mehr, nehme reglmässig dein Fahrrad , zieh die Vorhänge morgens auf, anstatt das Licht anzuknipsen, lasse nie den Kühlschrank offen stehen, bis zu 7 % seiner gesamten Energie verbraucht ein Kühlschrank bei dem Versuch die warme Luft herunterzukühlen, die durch das Öffnen der Tür hereingerauscht ist.

Auch interessant: Es ist gegenüber der Erde viel netter eine Geschirrspülmaschine zu benutzen, aber nur solange man Teller und Tassen NICHT vorher schon grob abspült. Ein normaler Maschinengang verbraucht nur 12 bis 15 Liter Wasser. Für das Vorspülen unter dem Wasserhahn können jedoch schockierende 22-tausend Liter pro Jahr draufgehen.

Für mich ist dieses kleine, feine Buch eine stetige Erinnerung daran, dass man es besser machen kann. Ein KaufMUSS für jeden.

So ich widme mich jetzt wieder der Keimsanierung. Das Kind durfte heute nicht in die Schule und muss versorgt werden. Draussen stürmt und regnet es und wir werden das Beste aus dieser Situation machen, wie auch aus jeder anderen Daily Desaster Situation. Schöner Scheitern für Fortgeschrittene, es wird Zeit dass ich das in den Homeschooling Plan mit aufnehme.

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