Besser als ein Popkonzert – die Lesung von Margit Auer in der Elbphilarmonie und ihr neuester Band der Schule der magischen Tiere

Was für ein Tag, denke ich als wir an diesem Morgen im Auto an der Elbe entlang auf den Hamburger Hafen zusteuern… Ein strahlend blauer Himmel, die Elbphilharmonie liegt vor uns wie ein falsch geschliffener Diamant in einem Science Fiction Film. Meine Tochter und ich sind eingeladen zur Weltpremiere vom neuesten Band der „Schule der magischen Tiere“ und freuen uns einfach. Die ersten Bände waren grossartig, Band 9 wird es auch sein, aber heute dürfen wir endlich die Autorin sehen und verstehen wer hinter diesen tollen Geschichten steht. Neben Connie und den Pixie Heften ist die Schule der magischen Tiere DAS Erfolgsprodukt des Hamburger Carlsen Verlags und es macht mich neugierig zu sehen, wer diese Frau ist, die nur 3 Jahre älter als ich ist und ebenso Journalistin.

Der kleine Saal der Elbphilharmonie (der übrigens gar nicht so klein ist, nur eben viel kleiner als der Grosse) ist voll mit Kindern. 432 Schüler sind an dem Tag gekommen und als die Moderatorin zu Beginn fragt, wer die Bücher von Margit Auer gelesen hat, bleibt kaum ein Arm unten. Ohnehin bin ich überrascht von den Kindern. Klagen wir nicht ständig darüber, wie unkonzentriert sie alle sind, wie wenig sie lesen, wie sehr sie am Handy hängen? An diesem Tag bin ich die Einzige, die am Handy hängt ich, weil ich meinen Notizblock vergessen habe und meine Tochter sich weigert mir ihr Blatt Papier zu geben auf dem sie später unbedingt noch ein Autogramm von Margit Auer haben möchte.

Zunächst tritt eine Band auf, die mit den Kindern den Song einübt, der einmal ein Musical zum selben Thema werden soll. Alle singen mit und warten dennoch nur auf Sie. Kate Perry könnte sich an diesem Tag nicht besser verkaufen. Als Margit Auer und ihre Lektorin, die mir ihr die Bücher entwickelt hat, die Bühne betreten brandet ein Applaus hoch, der größer nicht sein könnte.

Ein Junge will noch kurz wissen, warum die Wände der Elbphilharmonie so seltsame Beulen hätten. Alle lachen und der Junge tut mir ein bisschen leid. Aber dann gehört der Saal Margit Auer und wüsste man es nicht besser würde man denken, sie verdient ihr Geld mit Kinderanimation. Sie liest nicht einfach nur vor, sie bindet die Kinder mit ein, führt durch alle Bände zuvor, für die, die sie eventuell nicht kennen und mittendrin wird gejoggt wie der Fuchs oder Bauchtanz gemacht, wie die Schildkröte, wir joggen nach links und joggen nach rechts – über 400 Kinder und ein paar Erwachsene lassen sich vom Charme dieser Frau einlullen, wie ich es selten erlebt habe.

Und schliesslich ist sie bei Band 9 und liest vor und die Kinder kreischen nach einer Zugabe, doch es ist Schluss. Der Band erscheint ja erst in 2 Wochen und ein bisschen Spannung muss es ja auch noch geben. Meine Tochter und ich rennen noch zur Bühne und klauen uns ein Selfie. Jedes Kind bekommt ein Buch mit Autogramm geschenkt und wir gehen sehr sehr glücklich nach Hause. Victoria, die bisher lieber CDs gehört, als Bücher gelesen hat, wünscht sich nun alles von IHRER Margit Auer zu lesen.

Margit Auer und meine Tochter. Der Wahnsinn!

 

Und ich? Ich muss zugeben, dass diese Frau mich angesteckt hat. Mit ihrer Freude an den Figuren, am Lesen, am Kinder begeistern. So muss das sein, finde ich und hoffe selber eines Tages ein Kinderbuch zu schreiben…….

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