Über müde Mütter und tolle Gesundheitstips von Kindern…

Heute Morgen, als ich wieder einmal sehr müde von noch nicht gefüllten Schul-Frühstücksboxen zum Kühlschrank und wieder zurück torkelte, fragte mich meine kleine Tochter: „Mama, warum bist du eigentlich immer so müde?Du hast doch gerade geschlafen, oder?“ Wo sie Recht hat, hat sie Recht, aber was soll ich tun? JEDE Nacht ist irgendetwas, was mich im Schlaf stört. Mal ist es der Sturm, dann eine miauende oder auf mir Milchtritt machende Katze. Dann kommt ein Kind mit Alptraum, dann das Zweite. Oder (ganz selten) mein Mann macht die für Männer so bekannten Schlafgeräusche, die Frauen häufig zu Ohrstöpseln treiben. Morgens erledige ich dann irgendwie alle meine wichtigen Aufgaben, bis ich kurz vor 2 feststelle, dass es ohne ein Nickerchen nicht gehen wird und dann in Windeseile in Richtung Sofa sprinte, Dreck Dreck sein lasse und innerhalb von 10 Sekunden einschlafe. Inzwischen ist das schon fast so wie ein Pawloscher Instinkt. Mutti berührt Sofakissen, Decke liegt bereit. Mutti schläft ein. Das Ganze dauert etwa 20 Minuten und danach geht es mir besser. Also nicht, dass wir uns falsch verstehen. Dieses Schläfchen reicht nur bis ca. 17 Uhr. Danach kommt die nächste grosse Welle. Ein Müdigkeitstief, das mich manchmal schon mit den Kindern ins Bett getrieben hat. Zeitweise koche ich dagegen an, an anderen Tagen behaupte ich einfach ich müsste Wäsche zusammenlegen und schmeisse mich heimlich aufs Bett, um weitere 10 Minuten meine Augen zu schliessen.

Meine Mutter findet ich bin zu jung für all diese Siestas. Ich finde das eigentlich auch, aber andererseits muss man nicht gerade heutzutage zwischen Handys, Emails, Putzen, Arbeiten und all dem einfach regelmässig eine Pause einlegen? Ich finde ja! Ich brauche diese Stille, so wie andere die Luft zum Atmen. Zuviel Lärm macht mich krank.

Aber apropos krank. Irgendwie habe ich mir dann doch Sorgen gemacht, weil das Thema Schlaf immer grösser und grösser zu werden schien und habe endlich ein grosses Blutbild gemacht. Und was soll ich sagen? Ich habe eine Antwort bekommen. Schwerst anämisch bin ich, sagt der Hausarzt und so hänge ich ab jetzt regelmässig am Tropf (übrigens auch eine tolle Gelegenheit für eine Kurz-Siesta). Freuen wird das sicherlich meinen Tennislehrer, der mich nur stöhnend kennt und meine Pilates Trainerin, die mich nur gähnend kennt. Ich persönlich halte es für eine grossartige Sache, sollte ich tatsächlich endlich einmal wieder fitter werden. Meine Stille- Schläfchen werde ich trotzdem nicht einstellen und geht es nach meiner schlauen Tochter ist diese Spritzen Geschichte ohnehin völlig unnötig.

„Du hast Eisenmangel Mama? Mach es wie die Olchis. Friss ein paar Löffel oder Messer oder noch besser Müll. Das wird schnell helfen.“

Genau.

Monday morning, Zeit für ein Eisenschläfchen

Monday morning, Zeit für ein Eisenschläfchen

 

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