Ist Keks noch unser Kater oder ist er ein „unser aller Keks gib uns heute“? Fragen an die Nachbarschaft

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Das ist Keks, unser alles geliebter Kater. Seit September 2013 wohnt er bei uns …MIT uns wäre eine Lüge, denn er ist ein Freund der Menschen, ALLER Menschen.

Gerade erst war er wieder einmal 3 Wochen komplett verschwunden. Jedes Mal komme ich um vor Angst, stiere morgens seinen Napf an, ob nicht zumindest ein Hauch seines Futters über nachts verschwunden ist, um mir zu versichern, dass er zumindest nachts noch eincheckt, wenn er schon morgens, mittags, abends nicht kommt. Gehe ich zum Fleischer vor, wähle ich einen Umweg und rufe in die Gärten „Keks, Keekkkssss..“.Manchmal beobachte ich Menschen, die mich beobachten und sich denken, „die Arme, noch so jung und doch schon einen an der Waffel“ bzw. „warum glaubt sie, dass sie Kekse bekommt, wenn sie in Gärten hineinruft…“

Dieses Mal wurde es mir deutlich zu lang. Beim letzten Mal kam er genau an dem Tag wieder herein marschiert, als ich beim Kleintier-Suchdienst Tasso gerade alle Plakate und Zettel angefordert hatte. Dieses Mal dachte ich, ok wenn er beleidigt ist, weil wir in Paris waren, bin ich jetzt auch beleidigt. Schliesslich hatten wir einen 1A Katzensitter engagiert, der sogar bei uns wohnte, damit auch Cookie (9 Monate) keine Angst bekam und jemanden zum Spielen hatte.

Letzten Freitag wurde es mir zu bunt und ich begann Plakate im Viertel aufzuhängen. Samstag – ich sass noch gemütlich im Pyjama beim Frühstück- stand eine ältere Dame vor der Tür. Sie kenne diesen Keks. Er sei eigentlich täglich bei ihr und das schon seit Monaten. Allerdings hätte sie ihn Nero (!) genannt. Ich versuchte halbwegs freundlich zu gucken, auch dann noch als sie mir erklärte, dass sie ihn mit Kondensmilch gefüttert hätte. Sie versprach mich anzurufen, wenn er das nächste Mal da wäre und ging. Sonntag passierte nichts. Montag auch nichts. Montag Mittag wurde es mir zu blöd. Ich platzte förmlich vor Wut, dass dieser Nero, MEIN KEKS, irgendwo ums Eck Kondensmilch trank, fett wurde und nicht heimkam.

Ich klingelte bei Frau G. und sie sagte, „ohh nein der war heute noch nicht da, aber gucken sie doch mal ob Nero bei Frau K., meiner Nachbarin ist“..Ich ging ein Haus weiter, die Tür stand offen, ich klopfte und wer lag dort fett und bräsig auf dem Sofa? Keks alias Nero. Er reagierte nicht einmal auf sein altes Frauchen (vielleicht hätte ich ihn mit Nero ansprechen sollen?)

Tja und was soll ich sagen, die Frau – nicht viel älter als ich – hatte bereits Futternäpfchen gekauft, eine Decke auf dem Sofa ausgelegt und schämte sich nicht die Bohne. Auch nicht als ich sie anfuhr, dass man fremde Katzen nicht fütterte. Ihre einzige Antwort war: er hätte ja zu ihnen zurückgehen können. Darauf ich: warum sollte er, wenn er hier Tag und Nacht gefüttert wird. Ich packte meinen Nero/Keks und rannte aus der Haustür.

Keks hat derzeit Stubenarrest und miaut nachts das Haus zusammen. Aber es ist mir egal: ich hänge jetzt im Viertel Zettel auf, dass er hochallergisch ist und man ihn nicht füttern darf. Ich hab es satt, dass mindestens 5 Menschen (ja es gibt noch mehr) glauben, dieser Kater sei ihrer, während sich zu Hause meine Kinder die Augen aus dem Kopf weinen. Keks darf gerne mit der ganzen Menschheit befreundet sein, aber sein Napf steht HIER! Und wer ihn in Zukunft füttert, umbenennt oder einsperrt, bekommt es mit mir zu tun.

 

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