Der Schulanfang liegt hinter uns, wo bleibt aber nun der Ernst des Lebens?

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Victoria träumt ein bisschen…ist ja auch viel los an so einem Tag

Geschafft. 2 Kinder sind in der Schule und so schön das ja alles sein mag ich brauche keine weitere Schulanfangsfeiern. Genug! Der erste Schultag ist in Deutschland inzwischen (übrigens auch an der französischen Schule, wenn gleich kein frisch angereister Franzose kapiert was das alles soll) vergleichbar mit Geburtstag PLUS Weihnachten PLUS Ostern PLUS wasweissichdenn. Die Kinder schlafen kaum noch vorher, werden mit Geschenken überschüttet, schaffen es am Ende noch nicht mal sich zu bedanken so durcheinander sind sie und Verwandte, Freunde und Mamas sagen immer wieder den Satz: Ab jetzt geht der Ernst des Lebens los. Victoria hat dieser Satz weit mehr beschäftigt als all ihre Geschenke. Am ersten Abend sagte sie: „Mama, du, also heute war das Leben aber noch nicht so ernst. „Vor lauter Müdigkeit und dem Gewicht des Einschulung-Mittagessens (Wiener Schnitzel) im Bauch wusste ich nicht was sie meinte und sprach mein übliches Mantra …Ja, ja, genau…

Am nächsten Morgen sagte sie, sie freue sich jetzt auf die Schule, denn heute beginne er nun wirklich der Ernst des Lebens. Hmmm. Allmählich kapierte ich, dass sie sehnlichst auf etwas bestimmtes wartete. Am selben Nachmittag kam sie heim und war begeistert: Es sei endlich losgegangen, alle seien sehr streng gewesen, Super, toll! Der Ernst des Lebens sei da!!!

Wenn ich Dinge nicht verstehe, schweige ich gewöhnlich oder lenke ab. In diesem Falle fragte ich ihre Schwester, wie es denn so bei ihr war. In der 2.Klasse. Leider tappte ich auch bei ihr in die „Ernst des Lebens Falle“. Empört berichtete Valentina das sei doch alles Quatsch, sie müsse gar nicht, was sie in der Schule solle. Nun habe sie sich bereits die komplette erste Klasse gelangweilt und jetzt ginge die 2. Klasse damit los, dass sie das Alphabet aufsagen sollten “ Babykram“, kommentiere Mrs. Superschlau den Tag und ging grummelnd nach oben. „Sie wäre froh, wenn der Ernst des Lebens auch bei ihr endlich mal beginnen würde und man sie nicht mehr wie eine Erstklässlerin behandeln würde..“

Den Ernst des Lebens hatte ich übrigens wenig später direkt bei mir im Haus. Beide Mädchen gingen wie die Furien aufeinander los, weil Victoria ihrer Schwester klarmachen wollte, dass sie nun gross sei und Valentina darauf immer nur mit „Du Baby“ antwortete. Als dann vor Valentinas Tür das Schild „Kein Sutrit“ auftauchte eskalierte die Lage, zumal ich so dumm gewesen war zu kommentieren, dass eine superschlaue 2.Klässlerin Zutritt auch richtig schreiben könnte…:-)

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Ich finde der Ernst des Lebens kann gerne ein anderes Mal wiederkommen, vielleicht nächstes Jahr. Wir jedenfalls machen weiter wie gewohnt!

 

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