Ohne Übernachtung geht gar nichts mehr – unsere neuen Geburtstagseinladungen bringen mich ins Grübeln

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Wann war ich eigentlich das erste Mal auf einer Übernachtungsparty eingeladen? Mit 9 denke ich, auf keinen Fall war ich jünger und selbst damals war ich mir noch nicht sicher, ob ich das wirklich wollte. Ich erinnere mich noch wie mir Gedanken durch den Kopf gingen wie: Hoffentlich mag ich das Essen dort, ist der Vater (den man vorher nie gesehen hatte) genauso nett wie die Mutter? Was mache ich, wenn mir etwas nicht gefällt?

Wahrscheinlich war ich wahnsinnig kompliziert oder schüchtern, denn heute scheint sich niemand mehr solche Fragen zu stellen. Meine beiden – wie ich finde noch sehr kleinen Kinder (5 und 7) – wollen derzeit gar keinen „normalen“ Geburtstag mehr. Nein! Das ist ja was für Babies! Ohne Pyjama Party läuft da gar nichts mehr. Und während ich noch diskutiere, abwende, nachdenke, auswähle flattern hier die Einladungen rein. Ah am Freitag den soundsovielten ist Valentina also schon wieder eingeladen: diesmal  bei XYZ – und erneut über Nacht! Doch wer ist dieses Mädchen? Wer sind ihre Eltern? Wo wohnen sie? Wer kommt eigentlich noch? Warum soll mein Kind bei wildfremden Menschen schlafen? Könnte man nicht vorher ein Kennlern -treffen organisieren für ängstliche Mütter?

Da ich mich nicht traue der Mutter mein Misstrauen mitzuteilen gehe ich zu Valentinas ehemaliger Kindergärtnerin und spioniere. Wer ist das Kind? Wer sind die Eltern? Wer kommt noch? Unfassbarer Weise hat sie auf alles eine Antwort und beruhigt mich. Alles wird gut, Caroline, niemand wird deine Tochter in dieser Nacht fressen..

Doch die nächste Pyjama Party naht und dazwischen wollen Kinder bei uns schlafen und auch das ist gewöhnungsbedürftig. Selbst die süssesten Kinder (wenn wir sie dann mal gut kennen und sie nicht wieder die ALLERNEUESTEN Freundinnen sind) sind Fremde am Frühstückstisch. Beim letzten Mal musste ich um jedes Stück Wurst kämpfen, manchmal stehe ich auch nur in der Küche, weil Valentina mich kurzerhand im Vorfeld als eierlegende Wollmilchsau verkauft hat, sprich ich mache gleichzeitig Crepes, Spiegeleier und Rührei und das OHNE dass ich von irgendeinem danach 4 Sterne an unsere Haustür geklebt bekomme.

Also wenn ihr mich fragt, man könnte das auch alles lassen. Ich bin beim Frühstücken gerne alleine mit meiner Familie und mein Kind irgendwo abzuholen, um es dann den ganzen Tag völlig übermüdet ertragen zu müssen hat auch wenig Mehrwert. Schafft sie ab diese blöden Pyjama Partys oder legt eine Altersgrenze fest! Ab 14 – das wäre mir Recht, ich fürchte nur ich stehe damit ziemlich alleine da….

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