Das Leben ist keine Bonbonschachtel oder wie unsere Romreise im Feuer aufging

Eigentlich hätte ich es ja schon gestern Abend wissen sollen, als mein Mann laut singend mit 39 Grad Fieber nach Hause kam. Normalerweise singt er nie, wenn er nach einer langen, anstrengenden Woche heimkommt, also war klar: es ist ernst. 2 Stunden später lag er mit Fieber und den schlimmsten Halsschmerzen seines Lebens im Bett und ich machte mir Sorgen um ihn und um Rom. Sollte man das nicht alles lieber canceln, könnte man wirklich guten Gewissens mit einem singenden Fieberkranken ins Flugzeug steigen? Andrerseits…alles war gebucht, die Kinder so glücklich ….Heute Morgen schickte ich ihn zu unserem Kinderarzt, der nach einem Schnellabstrich feststellte: Streptokokken. Der Altraum jeder Mutter, aber keinen Deut besser, wenn es den Vater und ausnahmsweise einmal nicht die Kinder erwischt. Weitere 90 Minuten später hatte ich 5 Apotheken abtelefoniert, um das passende Antibiotikum vorrätig zu erwischen und ein Fax meines Kinderarztes war auf dem Weg in die Flughafen Apotheke. Ich schwitzte vor Panik, dass das alles noch klappte, zumal wir in Hamburg derzeit auch noch das Monster „A7 Stau“haben. Aber, alles lief perfekt, mein tapferer (nicht mehr singender)Mann und der Rest der Familie kamen pünktlich am Flughafen an, nahmen die erste Hürde: Flughafenapotheke („oh hier ist kein Fax von ihrem Kinderarzt“-daraufhin Anruf Kinderarzt-am Ende doch Antibiotikum bekommen) die nächste Hürde Gepäckaufgabe („oh leider ist unser Gepäckband kaputt können sie das nicht einfach alles als Handgepäck mitnehmen?“ – Daraufhin hektisches Taschenwühlen, Sonnencreme aussortieren, Wick Medinight aussortieren, Bodylotion weg…) Die letzte Hürde hatten wir dann allerdings weder eingeplant, noch bravourös genommen:

Der Flug war gestrichen. Brand in Rom Fiumoncino. Terminal 3 Germanwings gesperrt. Keine Chance heute noch nach Rom zu kommen. Valentina brach in lautes Weinen aus, ich sagte gar nichts mehr und mein Mann war – glaube ich – insgeheim froh endlich ins Bett zurückzudürfen.

Und da sind wir nun, mit Hühnersuppe. Schönes Wochenende!

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