Wo ist eigentlich der Freitagabend hin oder wann wir das letzte Mal alleine auf dem Sofa sassen…

2,w=256,c=0.bildSamstag Abend 18 Uhr. Früher einmal Grund sich langsam auf einen gemütlichen Abend mit meinem Mann zu freuen. Kurzer Check, was gibt es im Fernsehen..Nichts? Ok, dann eine Serie! Vorher natürlich Nachrichten. Ich am liebsten ZDF oder ARD, weil ich für beide einmal moderiert habe, mein Mann bevorzugt die französische Ausgabe. Leider brauchen wir das gar nicht weiterzudenken, da unsere Kinder auf einmal „gross“sind. Selbst wenn wir sie einen Tag zum Schwimmen, Inline skaten und Fahrradfahren schicken würden, diese Wochenend-abende haben etwas, was sie beide schlagartig wieder fit macht.

„Mama, gibt es einen Aperitif? Mama, hast du Chips gekauft? Keine? Na dann vielleicht Erdnüsse?“…Freitag Abend geht es ab ca. 18 Uhr los, dass wir ernsthaft über die Wahl der Show diskutieren. Also..Valentina möchte „The Voice Kids“, Victoria „Lets dance!“, Papa auch dringend „Lets dance“ und ich? Will meine Ruhe…Nichts ist mehr wie früher seitdem 2 wildgewordene 6 bis 7 jährige mittanzen-singen-und kommentieren. Mein Mann und ich liegen daneben und zählen die Minuten bis wir ihnen gegen 21 Uhr 30 sagen, dass es jetzt genug ist. Leider darf ICH die Mädchen dann ins Bett bringen und verliere wertvolle Zeit bei den wichtigsten Lets dance Minuten (die ich online versuche Samstags nach dem Frühstück aufzuholen)…

Irgendwie erinnere ich mich nicht daran, dass wir in dem Alter unsere Eltern auf dem Sofa so genervt hätten. Aber vielleicht war Wim Thoelkes „grosser Preis“ oder Hans Rosenthals „Dalli Dalli“ auch nicht das gleiche?

Der Feierabend im klassischen Sinne existiert jedenfalls nicht mehr. Und ich frage mich, warum mir das eigentlich so wichtig ist? Unter der Woche gehen sie früh ins Bett, allerdings ist da mein Mann nicht da. Am Wochenende freut sich Papi selbstverständlich auf seine Kinder, die er ja schon schmerzlichst vermisst hat, dummerweise freue ich mich aber auf den Mann und ERWACHSENEN, mit dem ich auch mal über Dinge diskutieren kann, die Kinder nichts angehen.

Selbst bei Themen, die meine Töchter nicht interessieren mischen sie sich ein. Mami, wer ist eigentlich jetzt die Angela Merkel von Hamburg? Warum gibt es immer Stau auf der A7 (danke ans Hamburger Abendblatt), was sind Flüchtlinge?

Meistens bin ich nach endlosen Diskussionen die erste die ins Bett geht. Pünktlich zum Frühstück geht die Fragerei ja schon weiter und ich muss gewappnet sein und bestenfalls fit. Nachrichten gibt es für mich nur noch online oder zu Uhrzeiten zu denen die Kinder endlich schlafen. Das Beste daran ist vielleicht, dass ich aufgehört habe bis weit nach Mitternacht fernzusehen. Das hebe ich mir auf für die Zeit, wenn die Mädchen in die Pubertät kommen und ich lange wachbleiben muss um zu kontrollieren, ob sie heimgekommen sind…

 

 

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