dürfen Kinder ins Elternbett?

schlafpositionen-vom-baby-so-lustig-schlafen-unsere-kinder-im-elternbett

Es ist wahrscheinlich vermessen, sich mit Brad Pitt und Angelina Jolie zu vergleichen, aber es tut einfach zu gut zu lesen, dass sie regelmäßig nachts zu acht in ihrem Bett liegen. Das Bett ist höchstwahrscheinlich eine sündhaft teure, irrsinnig breite Eigenkreation, über die ich am besten gar nicht erst anfange nachzudenken, aber wir haben ja auch NUR 2 Kinder und nicht 6!

Mein Schlechte-Laune-Pegel ist auf Rekord Niveau angekommen. Zwar schläft Valentina mit ihren fast 3 Jahren wie ein Stein, aber die Kleine wacht Nacht für Nacht mehrfach auf und beruhigt sich erst, wenn ich sie mit in unser Bett nehme.

Nachdem ich bereits bei Valentina alle Schlafratgeber gelesen habe und sie wegen Kinder-Folter-Problemen aussortiert habe, habe ich nun endlich meine BIBEL gefunden: Sie trägt den Namen: „Das Familienbett. Geborgenheit statt Isolation” (Tine Thevenin, nur noch gebraucht zu bekommen).
Immer wenn ich es lese, fühle ich mich so herrlich bestätigt darin, was auch Experten sagen. Nichts ist besser für das Kind in den ersten drei Jahren, als nahe bei seinen Eltern zu sein.

Nur wie nahe dürfen Eltern ihre Nächte an der Bettkante verbringen? Victoria nimmt von unserem 1,80-Meter-Bett etwa 90 Zentimeter ein. Rechnen wir also nach: Bleiben jeweils 45 Zentimeter für Boris und mich. Hinzu kommt, wir sind beide permanent wach, denn nicht nur, dass sie rotiert wie die Schraube eines Schiffsmotors, sie verlangt auch gegen 3 Uhr morgens ihre Milch, ruft „Auuaaaa” ohne Grund oder repetiert lautstark ihre neu erlernten Wörter: „Mamaaa”, „Autooo”, „Apppel” (Apfel), „Neiiii” (nein).

Das Ergebnis: ich ziehe Nacht für Nacht aus. Da wir ja in einem Haus wohnen, gibt es dafür diverse Möglichkeiten. Manchmal aufs Sofa, manchmal auf ein Reisebett, manchmal in den Keller ins Gästezimmer. Ich bin eine moderne Mutter-Baby-Nomadin. Ein eigenes Bett habe ich nicht mehr. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wie blöd bin ich? Auch dieser Frage bin ich lange auf den Grund gegangen und habe herausgefunden: Der Leidensdruck kann gar nicht hoch genug sein, denn sonst hätte ich A) längst etwas dagegen getan und B) würde ich morgens mein neben mir erwachendes Baby nicht so voller Zärtlichkeit angucken. Es ist wohl so, dass es nicht nur Babys in den ersten drei Jahren gut tut, bei ihrer Mama zu sein, sondern auch Mamis beruhigt, bei Ihren Kindern zu sein. Zumindest innerlich. Dass man davon nicht besser aussieht, sagt mir mein täglicher Blick in den Spiegel.
PS. Valentina sieht das alles übrigens relativ pragmatisch. In einem dieser wunderbaren Erklär-Bücher, in diesem Fall zum Thema „Ritterburgen“ stand „…die ganze Familie ging abends in einem riesigen Bett schlafen“. Valentina: „Mami, warum machen wir das nicht genauso? Ist doch viel gemütlicher – und wenn es die Ritter so machen…..?“

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.